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Toilettenpapier als Gradmesser für kollektive Verantwortung

Selten hat ein Hygieneartikel derart Aufmerksamkeit erweckt, wie im Frühjahr 2020. Auch im unternehmerischen Kontext hat dieser Massenartikel einen wichtigen Zusatznutzen zu bieten. Toilettenpapier dient uns als Gradmesser, wobei hier nicht die Messung der Anzahl der Toilettengänge pro Mitarbeiter gemeint ist. Der Umgang mit Toilettenpapier ist auch ein Indiz dafür, wie es mit der kollektiven Verantwortung im Unternehmen steht.


Wie oft haben Sie sich schon darüber geärgert, dass nur mehr die leere Rolle übrig ist? Dabei wäre es so einfach und schnell für Nachschub zu sorgen, nachdem das letzte Blatt Verwendung gefunden hat. Natürlich kann es sein, dass kein Nachschub da war, oder die Gedanken schon wieder beim nächsten Meeting waren. Es kann aber auch sein, dass der oder die Vorgänger*in einfach nicht auf die Idee kommt, was eine leere Rolle bewirken kann. „Hauptsache es reicht für mich“ kann auch ein Grundsatz sein; genauso wie „Jeder denkt an sich, nur ich denke an mich“.


Wie oft haben Sie sich schon darüber geärgert, dass Teams nicht so performen, wie sie Ihrer Meinung nach sollten? Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass zu oft nur mehr leere Rollen übrigbleiben. Wenn das der Fall ist, liegt die Vermutung nahe, dass es an kollektiver Verantwortung fehlt. Verantwortung des Einzelnen für das Gemeinsame.


Wenn aber statt einer vielleicht sogar zwei Reserve-Rollen vorhanden sind, dann ist wahrscheinlich ein wichtiger Grundstein für vertrauensvolles Miteinander gelegt.


Darum lohnt es sich für Führungskräfte das eine oder andere Mal auch auf vermeintlich Nebensächliches im Miteinander zu achten. Auch der Blick von außen erweitert die Perspektive.


Hier einige weitere „nebensächliche“ Checkpunkte für kollektive Verantwortung:

  • Zustand der Kaffee-Küche (Alle tragen dazu bei, dass Ordnung herrscht, oder gilt das Motto: „Wozu haben wir Reinigungspersonal?“).

  • Mitarbeiter*innen bringen von sich aus Verbesserungsvorschläge ein, welche über ihren eigenen Verantwortungsbereich hinausgehen.

  • Mitarbeiter*innen sind neben ihrer beruflichen Tätigkeit in gemeinnützigen Organisationen/Projekten engagiert.

  • Außerplanmäßige Vertretung und/oder Unterstützung von Kolleg*innen wird bei Bedarf selbständig organisiert.


Wenn diese kollektive Verantwortung im Miteinander gelebt wird, bildet sich Vertrauen darauf. Dann wird aus einer Gruppe ein Team. Daraus entsteht dann 1+1=3


Kollektive Verantwortung – der/die Einzelne(r) übernimmt neben der Verantwortung für sich und sein Tun auch Verantwortung für das Kollektiv –

· ist als Wert im Unternehmen zu definieren und

· muss auch aktiv (vor)gelebt werden.


Die bewusste Verankerung ist vor allem dann wichtig, wenn dieser Wert in den Mitarbeiter*innen nicht schon selbst aktiviert ist. Die eine oder andere aktuelle gesellschaftspolitische Herausforderung lässt die Vermutung zu, dass „Verantwortung für mehr als nur für einen selbst“ nicht allzu hoch im Kurs steht.


Sollten Sie zu dem Thema mehr erfahren wollen, dann fragen Sie uns einfach hier.

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